25.06.10 - Trub
Pfarrhaus Trub: auch die Einwohnergemeinde lehnt Kaufgesuch ab
Seit 2002 bemüht sich der Kanton Bern, die noch in seinem Besitz verbliebenen Pfarrhäuser abzustossen und wenn möglich den Kirchgemeinden (oder Einwohnergemeinden) zu verkaufen.
Nach der Kirchgemeinde Trub hat nun mit ähnlichen Argumenten auch die Einwohnergemeinde Mitte August ein Kaufgesuch abgelehnt.
Der Gemeinderat Trub schreibt in seiner Medienmitteilung: "Die gemeinderätliche Strategie, die nicht betriebsnotwendigen Aktiven abzustossen, lässt den Kauf nicht zu. Auch mit Blick auf den Finanzplan müssen die Prioritäten anders gesetzt werden. Der Souverän hat zudem beschlossen, das ehemalige Schulhaus Ried zu behalten und hier öffentliche Raumbedürfnisse oder Nutzungen abzudecken. Gleichzeitig laufen immer noch die Verkaufsbemühungen rund ums Schulhaus Kröschenbrunnen. Schliesslich dürfte beim historischen Pfarrhaus ein kostenintensiver Sanierungsbedarf anstehen", so die Einschätzung des Gemeinderates.
Wie weiter? Ab 2010 werden es die revidierten gesetzlichen Grundlagen dem Kanton Bern ermöglichen, die weitere Nutzung der in Kantonsbesitz verbliebenen Pfarrhäuser selber zu definieren bzw. die Pfarrhäuser auf dem freien Markt zu verkaufen (Motion Bolli Jost, angenommen am 22. November 2007). Dass der Kanton mit seiner Strategie vorwärts macht, zeigt das bereits heute privat verkaufte Pfarrhaus Kirchenthurnen.
Aufgrund der noch bestehenden Residenzpflicht (Wohnsitzpflicht) für die Pfarrerschaft werden gemäss einem Schreiben des Kantons Bern ab 2010 geeignete Lösungen für die Wohnsitzfrage zusammen mit der Kirchgemeinde Trub gesucht.